Neues Design
Das Design einer Webseite wird häufig nur als die schöne Optik angesehen. Es soll gefallen, sowohl dem Betreiber der Seite, als auch der Zielgruppe. Das ist natürlich nicht falsch, aber gutes Design hat vor allem die Aufgabe, die bereitgestellten Inhalte so zu ordnen, dass Sie vom Besucher schnell erfasst werden können. Das Design hat muss also zweckdienlich sein.
Die Geschichte des Webdesigns könnte man auf einen kurzen Nenner bringen: Anfangs kamen die Webseiten ganz ohne Design aus, da dominierte der Inhalt (Universitätsphase). Dann kamen die Künstler (meist von den Printmedien). Das Design erdrückte oft den Inhalt. Dann wurde der ganze Schnickschnack wieder verbannt, Form und Inhalt sollten sich die Waage halten.
Wer sich heute in der Landschaft des Webs umsieht, kann immer noch Uralt-Design erkennen , z.B. sogenannte Frame-Seiten, bei denen einzelne Teilbereiche verschiebbar sind, die aber bei den Suchmaschinen chancenlos sind. Das „Web 2.0-Design“ ist auch schon längst wieder überholt. Man hat sich sattgesehen an den runden Ecken, den großen Buttons und den aufdringlichen Spiegeleffekten. Was ist geblieben? Sind wir schon wieder beim „Null-Design“ angelangt (Beispiel: craigslist.org)? Das wäre sicher auch ein Trugschluss.
Ich glaube, hier liegt die große Aufgabe des Webdesigners, dem Kunden zu helfen. Er kann bei der Auswahl des für den Kunden passenden Designs helfen. Er kann helfen, die ärgsten Gestaltungssünden zu vermeiden. Es gibt nämlich auch hier - so wie in jedem Beruf - eine Reihe von Regeln, die es zu beachten gilt. Nur als Beispiel: In der Textgestaltung sieht man bei selbstgemachten Seiten häufig die Mitte-Zentrierung. Die hat aber allenfalls noch bei Gedichten (und da auch nur bis einschließlich 18. Jh) und bei Urkunden seine Berechtigung.
Das Webdesign muss zum Besitzer passen, so wie ein guter Maßanzug.
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